Es geschah am helllichten Tag

Donnerstag, 10.7., gegen 15.30 Uhr: Mittlerweile haben wir unseren gelben Renner lieb gewonnen und wetteifern, wer ihn öfters ausführen darf. Heute hat unser Grafiker Patrick das große Los gezogen und lenkt den E-Racer lautlos in die Mariahilferstraße zu einem Außentermin. Vorsichtig und ordnungsgemäß parkt er ihn schräg zwischen zwei Autos und wirft ihm noch einen letzten Blick zu, bevor er zu seinem Termin los schlendert.

Tatort Mariahilferstraße: Nach einer halben Stunde kommt er gut gelaunt zurück, um mit dem Racer die Heimreise anzutreten. Doch was er sieht, verschlägt ihm sofort die Sprache. Der Held ist gestürzt und liegt hilflos am Boden. Der Verdacht: Ein vierrädriges Gefährt muss unseren E-Racer beim Rangieren umgeworfen haben. Vom Täter fehlt jede Spur!

Patrick und E-Racer am Boden zerstört

Patrick und E-Racer am Boden zerstört

Patrick hilft dem gestrauchelten Helden wieder auf die Räder. Die Reaktion der Passanten ist hingegen interessant – bis auf ein paar neugierige Blicke gibt es nämlich keine. Wir hätten zumindest mit ein wenig Zivilcourage gerechnet.

Bei näherer Betrachtung stellen sich die Beschädigungen des E-Scooters als nicht so dramatisch heraus. Ein Teil des rechten Bremshebels ist abgebrochen, die Verkleidung hat ein paar Risse und Abschürfungen, und der rechte Spiegel ist verdreht. Zumindest ist der Racer noch fahrtauglich und fähig, aus eigener Kraft den Weg nach Hause zurückzulegen.

Schrammen

Schrammen

Abgebrochener Bremshebel

Bremshebel gebrochen

Abschürfungen

Abschürfungen

Riss in der Verkleidung

Riss in der Verkleidung

Patrick parkt den Gelben in der Redaktion. So ist er wenigstens vor den Gefahren, die da Draußen lauern, geschützt. Er darf sich übers Wochenende an der Steckdose laben und von dem Schock erholen.

Den nächsten mühsamen Weg muss Patrick wohl oder übel zu Fuß zurücklegen. Eine Anzeige über den Verkehrsunfall (Sachschaden) ist notwendig. Für uns ein trauriger Akt, für die Polizei Routine – Parkschäden dieser Art passieren leider viel zu häufig.

Der nächste Montag (14.7.) bringt Erleichterung. Manfred Blab vom E-Racer Center St. Pölten, der uns den Gelben zur Verfügung gestellt hat, nimmt uns die Beichte über den Schaden nicht übel. Er verspricht, die nötigen Teile so schnell wie möglich nach Wien zu schicken. Wir sind erleichtert und erfreut, dass unser gelber Renner bald wieder einsatzfähig ist.

Eine Antwort

  1. Es passiert leider immer wieder – der „Parkschaden“.
    Meine Maschine (Aprilia Habana 125) wurde in ihrem Leben mindestens 20 mal umgeschmissen. Dankenswerterweise bequemten sich die Täter doch aus ihren Vehikeln um sie wieder aufzustellen. Oder waren es mitfühlende Passanten?
    Auffällig ist, dass es sich bei Parkschäden im Allgemeinen meist um Unfälle handelt die durch einen korrekten Einsatz der Handbremse verhindert werden könnten. Es wird sich herangetastet bis auf wenige Zentimeter, dann schnell von der Bremse auf’s Gas und auf das Zurückrollen des Fahrzeugs vergessen.

    Jedenfalls finde ich es interessant, dass es immer Mopeds erwischt, selten Motorräder. Entweder stehen diese stabiler, oder sie erwirken mehr Respekt.

    Und dass hier gleich ein Bremshebel abbricht zeugt leider nicht von Qualität.

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