Dienstag, 22.7.: Wir wollen wissen, was Cheftester Steffan Kerbl vom E-Racer hält. Unser Kollege aus der Technik wird also mit dem Roller den Heimweg ins Wiener Umland antreten.
Leider ist das Wetter nicht so toll – Regenwolken ziehen auf. Hoffentlich ist das kein böses Omen! Wir erinnnern uns nur ungern an die Fahrt nach Teesdorf, wo unser kleiner Renner gestreikt hat. Auch unser Cheftester hat von diesem ungewollten Stopp schon erfahren. Um sicherzugehen, dass so etwas nicht gerade bei seiner Testfahrt passiert, wird der Gelbe vorher noch voll aufgeladen.
Am nächsten Morgen: Als die ersten von uns ins Büro kommen, vermissen sie gleich den Anblick des gelben Renners in unserer „Garage“. Was ist passiert? Hat unseren Cheftester dasselbe Schicksal ereilt, wie Willi auf seiner Fahrt nach Teesdorf? Die Minuten verstreichen und beunruhigt blicken wir abwechselnd immer wieder auf die Straße und auf die immer dunkler werdenden Regenwolken. Wird unser Cheftester es noch schaffen bevor der Himmel seine Pforten öffnet?
Als die Ungewissheit ins Unerträgliche zu steigen scheint und schon die ersten Tropfen auf die Straße fallen, die Erleichterung: Er ist da! Steffan Kerbl steht in unserem Büro und übergibt uns die Schlüssel zu unserem lieb gewordenen E-Racer.
Was unser Cheftester auf seiner Fahrt erlebt hat, berichtet er selber:

Den Techniker interessiert natürlich jedes Detail
Hallo Kollegen!
Bin froh, dass ich die Fahrt ins Wiener Umland und retour bei extremen Schlechtwetter gut überstanden habe. Also folgendes zum e-racer.
Die Verarbeitungsqualität scheint mir dem Preis entsprechend ausreichend, ich habe schon schlimmere Produkte aus China gesehen. Der Kunststoff ist trotzdem nicht besonders belastbar und dünn.
Die Motorleistung sollte mindestens 1 Kilowatt höher liegen, denn der Roller kann selbst im Stadtverkehr kaum mit anderen Fahrzeugen mithalten und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit erst nach langem Anlauf. Ab mittleren Steigungen fällt die Geschwindigkeit auf etwa 20 km/h, das ist zu wenig.
Die Reichweite ist für einen Moped-Roller in Ordnung, nur die Anzeige sollte auch unter Last einen möglichst realistischen Wert anzeigen. Mir scheint die Anzeige ist einfach nur spannungsabhängig, daher fällt der Zeiger im Bescheunigungsfall oder am Berg in den roten Bereich, um beim nächsten Stillstand wieder den eventuell möglichen Ladezustand anzuzeigen. Die Frage ist natürlich, ob der Roller kleinere Steigungen auch noch mit teilentladener Batterie schafft. Ich hatte heute früh schon Mühe den Flötzersteig zu bewältigen, am Schubertring war die Anzeige aber wieder auf über halbvoll.
Das Konzept solcher Roller halte ich aber für gut und zukunftsträchtig, wenn die Batterielebensdauer passt und ein neuer Akku nicht gleich die Hälfte einer Neuanschaffung ausmacht, besteht eine echte Chance in Zukunft mehr von diesen Fahrzeugen auf der Straße zu sehen.
Interessant wäre natürlich jetzt einen „125er“ Roller als Stromvariante zu testen.
liebe Grüße, Steffan
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